Tulpensträuße und Tulpen im Bund

Tulpen sind die Spitzenreiter unter den Frühlingsblühern. Sie zählen zu den auffallendsten und farbenprächtigsten Zwiebelblumen. Ein Strauß frische Tulpen verbreitet Aufbruchsstimmung und Vorfreude. Auch wenn der Anblick uns sehr vertraut ist, gibt es einige Missverständnisse, wenn es um ihre Pflege in der Vase geht. Damit Sie besonders lang Freude an unseren kunterbunten Tulpensträußen haben, finden Sie hier wichtige Tipps.

Steckbrief Tulpe

Botanischer NameTulipa
HerkunftMittel- und Zentralasien, Mittel- und Südeuropa, Nordafrika
FamilieLiliengewächse
Farbeweiß, gelb, rosa, rot, zweifarbig, pink, lila
BlütezeitMärz - Mai
SymbolikVariiert abhängig von der Farbe.
BesonderheitSie wachsen in der Vase weiter!

Die Tulpe

Wissenswertes über Tulpen

Der Name leitet sich vom türkischen Wort für Turban ab. Angeblich verwechselte ein Gesandter Kaiser Ferdinands I. den türkischen Namen der Tulpe, „Lale“ mit dem Wort „Tülbent“, also „Turban“. Eigentlich sollte mit diesem Wort nur die turbanähnliche Form der Tulpe beschrieben werden. Aber in Mitteleuropa blieb der Name bestehen. Überlieferungen zufolge war es auch ein Sultan, der die Tulpe nach Holland brachte. Dieser verschenkte eine der wertvollen Tulpen an einen Edelman aus Flandern. Der wiederum gab die Tulpe in Österreich an seinen Freund Carolus Clusius weiter. Der Arzt und Botaniker nahm die Tulpenzwiebeln mit nach Holland. Sein Interesse galt primär der medizinischen Wirkung der Tulpe. Seine Tulpen wurden ihm aus dem Garten der Universität gestohlen. Die Diebe wussten um den hohen Wert der Tulpen und züchteten sie weiter im Verborgenen. Ein wahrer „Tulpenschwarzmarkt“ blühte auf. Schon bald wurden die Blumen zum Spekulationsobjekt mit immensem Wert. In den Hochtagen konnte man mit einer Tulpenzwiebel ein Haus in der besten Lage Amsterdams bezahlen! Im Jahr 1637 platzte die Blase und die Preise der Tulpen stabilisierten sich. Noch heute stammen aber ca. 80 Prozent aller Tulpenpflanzen aus Holland.

Pflegetipps für Tulpen in der Vase

Bitte nicht wundern, im Gegensatz zu unseren Sträußen versenden wir unsere Tulpen ohne Wasserversorgung. Das macht den Tulpen auch gar nichts aus. Sobald Sie sie in die Vase stellen, erwachen Sie zu voller Schönheit. Schneiden Sie vorher mit dem Messer (ganz wichtig: nicht mit der Schere!) ca. 2 cm des Stieles ab. Ein schräger Anschnitt ist bei Tulpen nicht nötig. da sie sehr viel Wasser aufnehmen können. Wiederholen Sie den Anschnitt, wenn sich die Schnittstelle nach ca. 2 - 3 Tagen bräunlich verfärbt.

Tulpen wachsen auch nach dem Schnitt noch weiter. Das liegt daran, dass Tulpen nicht durch Zellteilung wachsen. Statt weitere Zellen zu bilden, pumpen sie ihre flexiblen Zellen mit Wasser auf. Möglich macht das das Wachstumshormon Auxin. Das bedeutet: Je mehr frisches Wasser sie bekommen, desto schneller wachsen sie. Sollten Sie einen reinen Tulpenstrauß vor sich haben, stellen sie die Stiele also lieber „nur mit den Füßen“ ins Wasser. Ein weiterer Trick ist es, einen kleinen senkrechten Schlitz in den Stiel unterhalb der Blüte zu platzieren. So sprießen Ihnen die Tulpen auch bei reichlich Wasserzufuhr nicht übermäßig in die Höhe. Auch wenn Sie den Tulpenstrauß nachts an einen kälteren Ort stellen, können Sie ein zu schnelles Wachstum verhindern.

Sind die Tulpen Teil eines gebundenen Straußes, fällt das Weiterwachsen in der Vase besonders auf. Hier ist der Trick: Wenn Sie den Strauß aus der Vase nehmen, einfach die Stiele der Tulpe unten ein Stück nach unten ziehen und abschneiden. Schon sind alle Blumen wieder auf einer Höhe!

Durch die weichen Stiele und die schweren Blütenköpfchen fächern sich Tulpen in der Vase oft auf und hängen über den Vasenrand. Das kann sehr schön aussehen. Wenn Sie aber stehende Tulpen bevorzugen, können Sie schon bei der Wahl der Vase die richtigen Weichen stellen. Entscheiden Sie sich für eine hohe und eher schlanke Vase. Etwa zwei Drittel der Tulpenhöhe ist ideal. So kann die Tulpe den Kopf gar nicht hängen lassen.

Tulpen sind besonders: Blumen mit Ton

Die Tulpen haben eine einzigartige Eigenschaft, die sie außerdem von allen anderen unterscheidet. Gleichzeitig ist das ein Trick, um sie auf Frische zu prüfen - lauschen Sie mal: Reiben Sie die Stängel leicht aneinander, quietscht der Tulpenstrauß leise, sind die Tulpen wirklich knackig und frisch. Und wenn der Empfänger Sie als Geschenk erhält, wer weiß, vielleicht quietscht er dann auch vor Glück?

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